Yokosuka D4Y Suisei

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Einige Jahre lang hatte das Planes of Fame Air Museum die D4Y1 Suisei als Absturzszene in seiner Außenstelle auf dem Flughafen Valle in der Nähe des Grand Canyon in Arizona ausgestellt. Später wurde sie jedoch an den Hauptsitz des Museums nach Chino verlegt, wo sie inzwischen zur rollfähigen D4Y3 mit Sternmotor restauriert wird.

Obwohl bereits mehrere Freiwillige des Planes of Fame Air Museum an dem D4YRestaurierungsprojekt gearbeitet haben, ist seit nunmehr 26 Monaten Duane Lundgren hauptverantwortlich für das Projekt. Unter seiner fachmännischen Leitung werden beschädigtes Metall und Systeme sorgfältig restauriert, und das Projekt nimmt klare Gestalt an. So wurde in die Originalzelle einiges neues Material eingesetzt, um der etwas ramponierten und korrodierten Struktur ausreichende Festigkeit zu verleihen. Im Oktober 2011 wurde das Projekt endgültig zur Vorbereitung des Anbaus der Tragflächen aus einer abgelegenen Werkstatt in die Haupt-Restaurierungshalle des Museums verlegt. Inzwischen hat die »Judy« ihre Flächen erhalten.

Aus praktischen Gründen wird der ori ginale, flüssigkeitsgekühlte Zwölf-Zylinder- Aichi-Atsuta-V-Motor der D4Y1 Suisei durch einen leichter verfügbaren, luftgekühlten 14-Zylinder-Doppelsternmotor Pratt & Whitney R-1830 Twin Wasp (vergleichbar mit dem luftgekühlten 14-Zylinder-Sternmotor der D4Y-3 Suisei) ersetzt. Nachdem die Suisei lediglich rollfähig sein wird, dürfte der R-1830 auf etwa 38 Prozent seiner möglichen Leistung gedrosselt werden. Außerdem erhält der Sturzbomber nur einen 54,5 Liter fassenden Kraftstofftank im Vergleich zu den 1291 Liter Kraftstoff, die die D4Y1 Suisei nach Berechnungen Duane Lundgrens in Innentanks mitführen konnte.

Nach Duanes Rechnung verfügte die D4Y Suisei über einen 300 Liter fassenden mittleren Tank, zwei seitlich davon angeordnete 327-Liter-Tanks und zwei zusätzliche, 168 Liter fassende Tanks weiter außen in den Flächen. Doch bedingt durch die Einschränkung auf »nur Rollfähigkeit« sah er lediglich einen 54,5 Liter fassenden Tank in der Tragfläche hinter dem linken Fahrwerkschacht vor. Trotzdem stellt diese äußerst seltene »Komet « eine wirklich bemerkenswerte Restaurierung dar.

Von Frank B. Mormillo

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Yokosuka D4Y Suisei - ein aufsteigender Komet
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