CAF Fina Airsho’ 2009

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Die beiden Amerikaner starteten kurz danach im Rauch der Bombentreffer und Kugeleinschläge. Typisch amerikanisch folgte ein Kampfgetümmel in der Luft. Eine Word-War-II-Reenactment-Group unterstützte das Kampfgeschehen gegen die Eindringlinge vom Boden aus. Der Sound der Sternmotoren hing noch in der Luft, als man die PS-starken Reihenmotoren der beiden US-Flugzeuge wahrnehmen konnte. Nun begann der Dogfight zwischen den japanischen Zeros und den USAAF-Fightern. Die Japaner bekamen nach und nach »Probleme« und die Amerikaner konnten ihrerseits »Abschüsse« verbuchen, die bei den Zeros mit angedeuteten weißen Rauchfahnen deutlich zu sehen waren.

Wie ein Flugsaurier
Nach Pearl Harbor bewies eine B-1B Lancer der 7th Bomb Wing von der Dyess AFB aus Abilene bei mehreren Überflügen ihre Schnell- und Langsamflugeigenschaften; mit seiner Wendigkeit faszi­nierte der flugsaurierartige Bomber das begeisterte Publikum.

Im folgenden Abschnitt erinnerte man sich der Schlachten um Midway und dem Südpazifik. Dazu starteten je eine A6M3 Zero, F6F-5 Hellcat, F8F-2 Bearcat, F4U-4 Corsair, TBM-3E Avenger und SB2C Helldiver, übrigens die einzige noch flugfähige Maschine dieses Trägerbombers. Die Zuschauer bekamen aufgrund der eingesetzten Pyrotechnik am Boden einen Eindruck der Kampfhandlungen in diesem Showteil. Die hier von Ken Gottschall vorgeführte Zero, die in Russland aufwendig restauriert wurde, entspricht bis auf den Pratt&Whitney-Motor einem Mitsubishi-Original. Mit der Hellcat und der Bearcat gehört sie zur Southern California Wing der CAF aus Camarillo. Terry Cedar im Cockpit der F6F-5 Hellcat und Jason Somes in der F8F-2 Bearcat zeigten beide ihr Können auf diesen Warbirds aus dem Hause Grumman. Die TBM-3F Avenger aus dem Jahre 1945 sah keinen echten Kampfeinsatz mehr, sondern kam gleich als U-Boot-Jäger zur Royal Canadian Navy auf den Flugzeugträger HMCS Magnificant. Rob Duncan vom Rocky Mountain Wing legte einen vierstündigen Stunden Flug nach Midland zurück. Er sei, wie er meinte, diesmal Einzelkämpfer aus seiner Region, da seine Fliegerkameraden anderweitig im Lande unterwegs seien.
Eine F-16 des West Coast Flight Demonstration Team der USAF verkürzte den Zeitraum, bis die alten Bomber aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs an den Start rollten. Unter enormem Getöse schoss die Fighting Falcon durch die Luft, sodass bei manchen Manövern die Kondensstreifen über den Tragflächenwurzeln und an den Flügelspitzen zu sehen waren. Dann endlich die Bomber: Noch heute lässt sich staunen, welche gewaltige Kampfkraft die USAAF besaß. Die beiden B-25 »Yellow Rose« und »Miss Mitchell« simulierten den Angriff der Amerikaner auf Tokio im April 1942, als 16 Mitchell vom Flugzeugträger USS Hornet starteten. Auch bei diesen Vorführungen hatten die Pyrotechniker einiges zu tun. Den beiden Mitchells folgten die B-17G mit offenem Bombenschacht und eine der beiden A-26B Invader. Den Abschluss bildeten die Transporter mit einer R4D 6S/C-47 »Ready 4 Duty«, einer Beech AT-11 Kansan und Beech C-45 Expeditor.

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CAF Fina Airsho’ 2009 kinoreife Warbird-Action
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