Spitfire, Mustang, Corsair

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Nicht minder interessant ist das laufende Corsair-Projekt. Die Chance Vought Corsair mit der Seriennummer 124541 kam im Winter 2009 zu MeierMotors. Das mit der französischen Kennung F-AZYS zugelassene Flugzeug wurde 2010 ausgiebig bewegt, war auch zu Gast bei Airshows, so bei den Flying Legends in Duxford.

Im Rahmen einer Recherche fand das Team heraus, dass diese Seriennummer einer F4U-5NL zuzuordnen ist, die bei der bekannten US-Marines Einheit VMF-513 »Flying Nightmares« ihren Dienst versehen hat. Diese Einheit flog Nachteinsätze über Korea, ihre Flugzeuge waren als Nachtjäger in einem matten Schwarz lackiert. Da diese Maschine im Rahmen der umfangreichen Inspektion entlackt werden sollte, lag die Entscheidung des Eigentümers nahe, sie in historischen Farben wieder auferstehen zu lassen. Darüber hinaus fanden auch umfangreiche Rückbaumaßnahmen statt, da die ehemaligen französischen Besitzer das Flugzeug als F4U-7 restauriert hatten: Neben der veränderten, höher liegenden Auspuffanlage mit Flammvernichtern sind dies umfangreiche und aufwendige Blecharbeiten im Bereich der Motorklappen. Der Neubau der Cowling rundet die Maßnahmen ab. Von Nelson Ezell und John Lane aus den USA kamen originale Ersatzteile, und Rob Mears, ein bekannter amerikanischer Corsair-Spezialist, steuerte eine Kopie der originalen »historycard« bei, den Lebenslauf eines Flugzeuges in Diensten der US-Streitkräfte. Steve Atkin aus England half bei der Neulackierung, er recherchierte neben den Farben auch das »stencil-work«. So konnte das einzigartige Flugzeug wieder in den Bauzustand des Jahrs 1950 bis 1952 zurückversetzt werden. Dieses aufwendige Projekt ist bis auf einige Detailarbeiten nahezu abgeschlossen. 

Nun warten zwei Hawker Sea Furies auf ihre Restaurierung. Eine dieser Sea Furies ist ein Doppelsitzer mit der Kennung VX302, besser bekannt als D-CACE; er verrichtete Dienst als Schleppflugzeug im Auftrag der noch jungen Bundeswehr. Bis dieses Flugzeug aber wieder aufsteigen kann, veranschlagt die Werft rund drei Jahre Arbeit.
Matthias Dorst

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Spitfire, Mustang & Corsair (Fotos: Matthias Dorst)
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