Im Gespräch mit Volker Radon

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Es wäre ja denkbar, einen kompletten Neubau einer »109« (wie ja die »262« einer ist) – speziell für Airshows gedacht – zu realisieren, um die Originale mehr zu schonen?
Ziel des Flugmuseums Messerschmitt in Manching ist primär, einige der wichtigsten technischen Ingenieursleistungen von Willy Messerschmitt am Beispiel der hier betriebenen Flugzeuge aus den 1920er- bis 1950er-Jahren im Flugbetrieb zu zeigen und diese so lange wie möglich für die Nachwelt flugtüchtig zu halten. Die Idee eines Nachbaues ist zugegeben reizvoll, zumal ja schon seit Längerem von diversen Spezialisten Zellenteile beziehungsweise ganze Zellen nachgebaut werden. Ein Daimler-Benz-Motor, auch aus Museumsbeständen oder dergleichen, könnte sicher auch lauffähig gemacht werden. Ich denke aber, das ist eher ein Thema für einen finanzkräftigen privaten Me-109-Enthusiasten.
Der Reiz in unserem Betrieb liegt auch gerade darin, die Originale aus damaliger Zeit sicher in der Luft zu betreiben.

Nach welchen Kriterien wählen Sie denn Airshows aus?
Bei unserer Auswahl spielen im Wesentlichen folgende Kriterien ein Rolle: Zuerst werden die Aufträge der Messerschmitt Stiftung und der EADS erfüllt. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren auch die traditionellen Großveranstaltungen im deutschsprachigen Raum wie etwa ILA, Hahnweide oder Air Power in Zeltweg, Österreich. Auch zu unseren französischen Freunden aus La Ferté-Alais haben wir ein enges Verhältnis.

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Fotos: Andreas Zeitler
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