Fünf Jahre Feintuning

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Aber nicht alles an dieser FW 190 ist nur nachgebaut: Viele Focke-Wulf-Ori­gi­nal­teile sind in diesem ehrgeizigen Projekt versteckt. So besteht die komplette
Instrumentierung aus seltenen Originalen. Auch das Spornfahrwerk nebst Einziehme­chanismus stammt wie der elektrische Klappenantrieb von »echten« Fw 190. Die
Höhenflosse erhielt das originale Trimmgetriebe.
Am 16. April 2010 wurde der Motor zum ersten Mal gezündet, im Mai folgte das Permit to Fly des Flugzeuges auf D-FMFW. Die exakte Typenbezeichnung lautet nun FW 190 A-8/M, der letzte Buchstabe steht für die zahlreichen Überarbeitungen bei MeierMotor. Die Testläufe und Feinarbeiten zogen sich bis in den Juni 2010. Für den Erstflug nahm kein Geringerer als Marc »Leon« Mathis im Cockpit Platz. Über 30 Stunden Erfahrung auf der FW 190 A-8/N, Kennzeichen F-AZZJ, hatte er in seinem Flugbuch stehen. Am 12. Juni 2010 musste Marc Mathis mit der in Frankreich zugelassenen FW 190 A-8/N in der Bucht von Hyères notwassern (siehe FLUGZEUG CLASSIC 8/2010). Als Unfallursache kristallisierte sich schnell eine schadhafte Propellernabe heraus. Erneut bewies sich die Weitsicht der Gebrüder Meier. Der Umbau der D-FMFW auf den seit 2007 eingelagerten Vierblatt-Propeller war schnell vollzogen, der Terminplan konnte gehalten werden.
Nach Motoren- und Rolltests hob die D-FMFW am 19. Juli 2010 mit Marc Mathis am Steuer erstmals ab. Der problemlose Erstflug dauerte elf Minuten 15 Sekunden. Erste Schritte, um die geforderten fünf Stunden Flugzeit zu erreichen.

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Fünf Jahre Feintuning (Fotos Matthias Dorst)
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