Neuer Stern am Warbirdhimmel

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Motorstart als Spektakel
Und wie führt man nun die »Ishak« mit ihren Eigenheiten am besten auf Airshows vor? Zuallererst ist es schon ein Spektakel, den mächtigen Sternmotor zu starten: Mit den ersten Propellerumdrehungen hüllt sich die Maschine in Rauch ein. Zum Flugprogramm selbst sagt Jülch, dass er »alles in Maßen fliegt. Loopings sind beispielsweise weniger interessant, da dabei niemand mehr vom Flugzeug sieht. Lieber ein paar schöne Vorbeiflüge und verschiedene Kurven, dass man die interessante Silhouette von oben und von unten sieht«. Die Vorführung dauert in der Regel acht bis zehn Minuten, da es »ansonsten für die Zuschauer langweilig wird. Und man darf die Ishak auch nicht mit negativen Beschleunigungen fliegen, womit sich schon viel erübrigt hat«.
Und für die Zukunft? Erst einmal wird das Flugtestprogramm fortgesetzt, um die endgültige deutsche Flugzulassung für die I-16 zu erhalten. Nach den ersten Flügen zählen hierzu nun hauptsächlich das Übersetzen der Handbücher und Wartungsunterlagen, das Ausarbeiten der zum Flugbetrieb notwendigen Prozeduren und Wartungsintervalle, aber auch weitere Flüge, bei denen beispielsweise der Treibstoffverbrauch bestimmt wird. Und natürlich soll die »Ishak« »so betrieben werden, dass mit Sicherheit nichts passieren kann«, erklärt ihr neuer Eigentümer. Er ist zuversichtlich, seine »Ishak« auch weiterhin auf vielen Flugtagen zu präsentieren, sodass Besucher und Flugzeug-Fans gleichermaßen diese außergewöhnliche Maschine bestaunen können.
Andreas Zeitler/Markus Wunderlich

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Rarität mit Eigenheiten (Fotos Andreas Zeitler)
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