Gustav-Otto-Doppeldecker von 1912

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In Schleißheim bewährte sich der eckige, drahtverspannte Pusher als Schulflugzeug – obgleich etliche Bruch-Fotos durchaus von der Anfälligkeit des Otto-DD künden. Im Übrigen hat das erste bayerische Militärflugzeug nie »Pulverdampf« gerochen; zum Beginn des Weltkrieges war der behäbige bayerische Eigenbau bereits hoffnungslos veraltet.

Peter Hanickel, DM-Restaurator und Leiter des Arbeitskreises »Otto-Doppeldecker«, hat das Projekt initiiert und für kräftige Unterstützung gesorgt. Inzwischen ist die Neu-Auflage dieses Klassikers eine Herzensangelegenheit für viele weiß-blaue Traditionalisten. So etwa beim Zentrifugenbauer Flottweg, wo man sich den längst verschwundenen Otto-Werken irgendwie verbunden fühlt. Oder beim Luftfahrtversicherer General Aerospace, der das Projekt finanziell in Schwung gebracht hat.

Das Deutsche Museum hat das Projekt von Anfang an unterstützt. Und auch vom umtriebigen »Werftverein« packen acht Mitglieder handgreiflich mit an; so blieb die Bauzeit bislang im erhofften Rahmen. Das hat maßgeblich etwas mit Hanickels detailliert ausgearbeitetem Plansatz zu tun. Angesichts lückenhafter Original-Zeichnungen, darunter ein uraltes Büchlein mit Handskizzen eines Otto-Mitarbeiters, war das gar nicht so einfach.

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Nachbau Otto-Doppeldecker von 1912
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