Curtiss SB2C Helldiver der CAF

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Die Helldiver reifte langsam, aber sicher nach zahllosen Verzögerungen zum brauchbaren Kampfflugzeug. Der erste Einsatz nahte. Am 11. November 1943 flog die SB2C-1 schließlich bei VB-17 auf der USS Bunker Hill einen Angriff gegen japanische Schiffe im Simpson Harbor, Rabaul. Anfänglich ungeliebt von den Sturzbomberbesatzungen der US-Navy – diese Crews bevorzugten die bessere Handhabung und höhere Zuverlässigkeit der älteren SBD Dauntless –, wurde die Helldiver nach und nach akzeptiert. Noch mehr stieg sie im Kurs, nachdem die anfänglichen Kinderkrankheiten beseitigt worden waren. Ihre Erfolgs-Ära begann, als die SB2C-4 und SB2C-5 gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt wurden.

Schließlich wurde der Helldiver die Zerstörung von mehr japanischen Zielen zuerkannt als jedem anderen Sturzbomber. Doch auch im Luftkampf stand die Helldiver durchaus ihren Mann. Insgesamt werden der Helldiver 44 bestätigte und 14 wahrscheinliche Abschüsse japanischer Flugzeuge sowie 24,5 beschädigte zugeschrieben. Von dieser Gesamtzahl wurden 24,5 von den Piloten, 16 von den Bordschützen und 3,5 von beiden gemeinsam erzielt. In den 22 Monaten des Einsatzes verzeichnete die US-Navy den Verlust von 271 Helldiver durch Flugabwehr – einschließlich der Maschinen, die zwar von ihrem Einsatz zurückkehrten, jedoch infolge ihrer Beschädigungen abgeschrieben werden mussten. Plus 16 durch gegnerische Flugzeuge.

»Fürchterliche« Handhabung
Insgesamt wurden etwa 7140 Helldiver aller Versionen produziert, einschließlich 1100 Stück unter der Bezeichnung SBF in Lizenz von Fairchild-Canada und SBW von Canadian Car & Foundry. Darin auch enthalten sind 900 von Curtiss für die US-Army unter der Bezeichnung A-25A Shrike gebaute Maschinen ohne Fanghaken und Faltflügel. Allerdings setzte die US-Army die A-25A nie ein. Zehn wurden an die Royal Australian Air Force und 410 an das U.S. Marine Corps abgegeben. Beim Marine Corps erhielt die Helldiver die Bezeichnung SB2C-1A. Die Produktion bei Canadian Car & Foundry umfasste auch 28 für die britische Royal Navy hergestellte SBW-1B-Versionen unter der Bezeichnung Helldiver 1, die jedoch wegen der »fürchterlichen« Handhabung auf den kleineren britischen Flugzeugträgern nicht zum Einsatz kamen.

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