The glorious Making of Catch-22 – Teil 2

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Als der Film 1970 in die Kinos kommt, reagiert die US-Kritik verschnupft; dieser schräge Anti-Kriegsfilm beraube die Opfer ihrer Würde und Sinnhaftigkeit – so etwa der Generalverdacht. Auch das Publikum ist irritiert. Das 38-jährige Wunderkind Mike Nichols muss sich vorwerfen lassen, er habe den größenwahnsinnigen Versuch abgeliefert, einen unverfilmbaren Roman zu verfilmen. Tatsächlich kommt »Catch-22« ein bisschen zu früh und bereitet den Weg für Robert Altmans »M.A.S.H.«, eine ätzende Koreakriegs-Persiflage und ein großer Publikumserfolg. Kurz: »Catch-22« wird ein veritabler Flop. Nichols hatte ein Vermögen ausgegeben, und das Einspielergebnis liegt weit darunter. Danach dauert es Jahrzehnte, ehe man die Qualität seines Films erkennt und »Catch-22« in den Film-Kanon der 1970er-Jahre aufnimmt. Yossarian: »Man wird doch schließlich keine Verrückten an die Front schicken.« Doc Daneeka: »Wen denn sonst?«
   
Stefan Bartmann

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