Ein Frühlingsmärchen: Die Flugshow in La Ferté-Alais 2010

Seiten

Die Besucher – insgesamt etwa 40000 während den zwei Tagen –, die sich wegen des morgendlichen Staus bei der Anfahrt nun inzwischen auch auf dem Flugplatz eingefunden hatten, bekamen anschließend eine Premiere geboten: Der Programmpunkt zu den Luftkämpfen des Ersten Weltkriegs beinhaltete zum ersten Mal drei Dreidecker vom Typ Fokker Dr. I, die in der Luft wild mit ihren ehemaligen Gegnern S.E.5a und Nieuport 17 herumwirbelten. Schon allein der Anblick der drei Dreidecker beim gemeinsamen Vorbeiflug zum Ende dieser Vorführungen verschaffte jedem Enthusiasten die Gewissheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Der Chronologie der Luftfahrtgeschichte folgend, präsentierten sich sodann eine Morane Saulnier 138 und zwei 317 sowie erstmals eine Potez 60 mit Patrick Siegwald am Steuer. Viele Besucher hatten es sich zwischenzeitlich auf Decken gemütlich gemacht und genossen »à la française« ihr Picknick. Und natürlich beschränkte man sich bei den Vorführungen nicht nur auf die »Grande Nation«, sondern zeigte eine Jungmeister oder Fw 44 ebenso bei Kunstflugvorführungen wie Flugzeuge von der anderen Seite des Atlantiks.

In Richtung des Zauns drückten die Besucher erst wieder, als die stärker motorisierten Flugzeuge der Epoche des Zweiten Weltkriegs ihre Motoren anwarfen und zum Start rollten. Das Programm war hierbei auf die verschiedenen Schauplätze Deutschland, Russland, Japan und nicht zuletzt England aufgeteilt. Denn wie auch andernorts nahm man in La Ferté-Alais die Veranstaltung zum Anlass, an das 70-jährige Jubiläum der Luftschlacht um England zu erinnern.

Seiten