Messerschmitt Me 209

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Die Me 209 V3 flog dann wieder mit einem normalen DB 601. Auf der Suche nach einem verbesserten Nachfolger für die Bf 109 zog man schließlich auch die Me 209 als potenziellen Kandidaten in Betracht, und so entstand die Me 209 V4 als Versuchs-Jagdeinsitzer. Bereits Anfang Mai 1939 machte die mit einem 1175 PS DB 601A ausgerüstete Maschine ihren Erstflug. Im Laufe der Erprobung wurden mehrfach geänderte Tragflächen eingebaut, zuletzt mit normalen Kühlern an den Flächenunterseiten.

Die  Erprobung, die bis August 1939 dauerte, zeigte jedoch, dass die Flugleistungen nur wenig über denen der Bf 109 lagen. Dazu war die Me 209 in dieser Ausführung eine nahezu komplett eigenständige Konstruktion, bei der praktisch keine Bauteile aus der Bf-109-Produktion verwendet werden konnten. Unterm Strich hatte sich die Me 209 als potenzieller Nachfolger der Bf 109 als ungeeignet erwiesen.

1942/43 startete man mit der Me 209 V5, die völlig neu durchkonstruiert worden war und nun 65 Prozent Bf-109-Bauteile enthielt, einen neuen Versuch. Mit dem 2000 PS DB 603 G bildete sie ein Konkurrenzmuster zur Fw 190 D und Ta 152. Da die Düsenjägerentwicklung inzwischen Vorrang hatte, wurden die Arbeiten an der Me 209 schließlich ganz abgebrochen.

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Legendäres Rekordflugzeug: Messerschmitt Me 209
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