Messerschmitt Bf 109 G-2 Rückkehr der »Gelben 3«

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Keine einfache Aufgabe
Doch was sich so einfach liest, war eine große Herausforderung an die Spezialisten. Das Heben eines Flugzeugs aus dieser Position ist keine leichte Aufgabe. Seit dem vergangenen Sommer war das Bergungsteam mit der Planung und Vorbereitung schwer beschäftigt. Nachdem die Bf 109 G-2 fast siebzig Jahre im Meerwasser lag, war es sehr schwer zu beurteilen, ob die Zelle die Belastungen beim Heben aushalten würde.

Tage vor der Bergung brachten Mitglieder des Nærøy Aquaservice und des Folla Tauchklubs Stahlplatten – vom norwegischen Luftfahrtmuseum angefertigt – zur Verstärkung der Flügelvorderkanten an, wo die Hauptgurte des Hebezeugs montiert werden sollten. Zusätzliche Befestigungen sollten dafür sorgen, dass sich der Motor nicht von der Zelle löst. Der Plan sah vor, die Maschine bis knapp unter die Wasseroberfläche zu heben und dann langsam in eine horizontale Lage zu drehen.
Drei Tonnen Schlamm

Die erste Schwierigkeit tauchte auf, als man feststellte, dass es unmöglich war, den Motor mithilfe von an den Propellerblättern befestigten Gurten zu sichern. Und um die Sache noch komplizierter zu machen, gab es keine Möglichkeit, die Propellerblätter freizulegen, da der Schlamm einfach zu fest war. Schließlich entschied man sich, die Gurte um Motor und Propeller zu führen in der Hoffnung, diese Teile in einem Zug gemeinsam mit dem Flugzeug an die Oberfläche heben zu können.

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Keine einfache Aufgabe: Jetzt, nach fast 70 Jahren im Meerwasser, wurde die Bf 109 G-2 vor Norwegens Küste gehoben.
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