Neue GeraMond-Leserreise

1870/71, Verdun, Maginot-Linie

Ergreifen Sie die Gelegenheit, und begeben Sie sich auf die Spuren dreier deutsch-französischer Kriege. Unser Fremdenführer Pierre Lenhard spricht einwandfrei Deutsch
 
Im Zwischenwerk La Falouse erleben die Besucher hautnah den Alltag eines französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg © Skyviewmeuse
Im Zwischenwerk La Falouse erleben die Besucher hautnah den Alltag eines französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg

In den vergangenen 150 Jahren haben Deutschland und Frankreich dreimal gegeneinander Krieg geführt. Im Zentrum steht dabei Verdun, in dem im Jahr 843 die Teilung des Reiches Karls des Großen und somit die Geburt Deutschlands und Frankreichs, aber auch die längste Schlacht der Geschichte auf engstem Raum stattfanden. Fulminantes Finale dieser vier Besuchstage: die größte Ton- und Lichtshow Europas, die dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist.

Das Programm:

1. Tag: Busfahrt von Leipzig über Erfurt, Frankfurt/Main und Karlsruhe nach Verdun. Ankunft am späten Nachmittag. Zimmerbezug.
 
2. Tag: Kriegsgeschichtliches Museum in Gravelotte – 1870: Das im Jahre 2014 eröffnete Museum ist das einzige Museum, welches sich ausschließlich mit der Kriegsgeschichte von 1870 und der Annexion Elsass-Lothringens durch das deutsche Kaiserreich befasst. Fragen über die deutsche Einheit 1871, das Leben während der Annexion, die Spannungen in Hinsicht auf den Ersten Weltkrieg werden ganz neu gestellt. 
Besuch der Feste Wagner südlich von Metz: Im April 1907 begann der Bau der Befestigungsanlage, die drei Jahre später fertiggestellt und nach Generalleutnant Julius Wagner benannt wurde.

3. Tag: Die Stadt Verdun und das Musée Princerie: Verdun blickt auf über 1500 Jahre Geschichte zurück. Hauptsehenswürdigkeiten sind das historische Stadtzentrum mit dem Kai an der Maas sowie die Kathedrale aus dem 10. Jahrhundert (älteste Kathedrale Frankreichs). Das Museum Princerie ist in einem Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert im Herzen der Altstadt von Verdun untergebracht. Die Sammlungen schildern die Geschichte von Verdun und seiner Umgebung vom prähistorischen Zeitalter bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs. 
Ouvrage de la Falouse: Südlich von Verdun, auf einem Hügel am Ufer der Maas, entstand in 230 Meter Höhe dieses kleine, moderne Infanterie-Zwischenwerk aus Stahlbeton. Diese Festung wurde glücklicherweise nie bombardiert, deswegen ist sie noch in einem sehr guten Zustand. Sie ist die letzte Festung, die man in der Gegend um Verdun gebaut hat, und ist deswegen mit der damals modernsten Bewaffnung bestückt.
Caureswald: Schauplatz der ersten Gefechte ab dem 21. Februar 1916. Im Gelände gut erhaltene Stellungen auf beiden Seiten zeigen den Frontverlauf vor Beginn der großen Schlacht. Hier leisteten französische Jäger unter Führung des französischen Oberstleutnants Driant besonders hartnäckigen Widerstand gegen hessische Truppen. Driant und seine Jäger haben durch ihren Widerstand Verdun gerettet.
Zerstörtes Dorf Bezonvaux: In der »roten Zone« befanden sich die neun im Ersten Weltkrieg vollends zerstörten und nicht wieder aufgebauten Dörfer, darunter Bezonvaux. Sie alle lagen im Bereich des Festungsgürtels um Verdun und wurden Opfer der deutschen und später der französischen Artillerie.

4. Tag: Beinhaus von Douaumont/Ossuaire: Das Beinhaus von Douaumont beherbergt im Innern die nicht identifizierten sterblichen Überreste von 130 000 Menschen, während der 51 Monate
dauernden Schlacht gefallenen deutschen und französischen Soldaten, die nach dem Krieg auf dem Schlachtfeld geborgen wurden. Am 22. September 1984 trafen sich dort François Mitterrand und Helmut Kohl und gaben sich die Hände. Mit diesem Handschlag besiegelten Sie die deutsch-französische Freundschaft.
Fort Douaumont: Das bekannteste Fort Verduns, das früh in deutsche Hände fiel. Dröhnend hallen die Schritte über die schweren Eisenplatten in den langen feuchten Gängen – und geben eine kleine Vorstellung davon, welchen
infernalischen Lärm erst Artillerieeinschläge im Inneren des Fort verursacht haben müssen. Im Fort ruhen 679 deutsche Soldaten, die durch eine Explosionskatastrophe am 8. Mai 1916 umgekommen sind.
Museum Mémorial Verdun: Das beeindruckende Museum neben dem Dorf Fleury ist erst vor kurzem grundlegend modernisiert worden. Zahlreiche neue Präsentationsformen ermöglichen es, den Verlauf der Schlacht minutiös nachzuvollziehen und sich mit den menschlichen Aspekten der Kämpfe vertraut zu machen.
Vauquois: Ein einzigartiger Ort, Symbol des Minenkrieges. Eine Mondlandschaft, eine durch Trichter von 10 bis 20 Metern, welche die vorderste deutsche von der französischen Linie trennen, in zwei Hälften gespaltene Höhe. Hier hat der Stellungskrieg den Minenkrieg aufkommen lassen: Nachdem an der Oberfläche kein Fortschritt mehr zu erwarten war, wurde die Besetzung des Untergrundes zur Notwendigkeit. So begann man das immense Stollennetz der Vauquois-Höhe anzulegen.

5. Tag: Ouvrage de Fermont/Festungswerk Fermont Maginot-Linie: Im Herzen des Pays Lorrain liegt das unbesiegte Festungswerk Fermont, eines der großen Werke der Maginot-Linie. Mit dem neuen Museum ist das Fort von Fermont das Referenzbeispiel, wenn es um die Maginot-Linie geht.
Ouvrage de Villy-La-Ferté: An einem Seitenarm der Maas stellt das Fort von La-Ferté den äußersten nordwestlichen Flügel der Maginot-Linie dar. Nach einem viertägigen Kampf im Mai 1940 wurde das Fort als einziges Werk der Maginot-Linie eingenommen.
Vorführung »Des Flammes à la Lumière«: Erleben Sie die Schlacht um Verdun in einer atemberaubend realistischen Ton- und Lichtschau auf einer der größten Naturbühnen Frankreichs.

6. Tag: Abfahrt ab Verdun am frühen Morgen und Rückreise über Karlsruhe, Frankfurt/Main, Erfurt und Leipzig. 

Infos, Preis & Buchung

Termin: 20.–25. Juli 2021
Reisepreis (Doppelzimmer): 1015 € p. P. bei mind. 20 Teilnehmern,  940 € p. P. bei mind. 25 Teilnehmern, Einzelzimmerzuschlag 185 € p. P.
Leistungen:

  • Busanmietung ab/bis Leipzig, Erfurt, Frankfurt/Main und Karlsruhe nach Verdun für die geplante Reisedauer und laut Programm
  • 5 Übernachtungen in einem Zwei-Sterne-Hotel (Landeskategorie) im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
  • Städtesteuer
  • 5 × Frühstücksbuffet
  • 5 × Abendessen im Restaurant des Hotels inklusive 1/4 Liter Wein und einen Kaffee
  • Führungen in deutscher Sprache durch Pierre Lehnhard am 21., 22., 23. und 24. Juli 2021 laut Programm ab Hotel
  • Eintritte für die inkludierten Besichtigungsprogramme  (Musée Gravelotte, Feste Wagner, Musée Princerie, La Falouse, Ossuaire von Douaumont, Fort Douaumont, Mémorial von Verdun, Vauquois, Fermont, La Ferté)
  • »Les Flammes à la Lumière«
  • IC Service- und Informationsmaterial pro Zimmer
Buchung und weitere Infos vom Veranstalter
Intercontact GmbH, In der Wasserscheid 49,
53424 Remagen, Tel.: +49 2642 2009-29,
E-Mail: dbascou-breuer@ic-gruppenreisen.de

Fotos: 
picture-alliance/ImageBROKER, Christophe Decker, Pierre Lenhard (2), commesdeimages, Des Flammes à la Lumière (4)