Wetter-Lexikon: V

V-B-Tief

Zyklone, die sich aus einem oberitalienischen Tief entwickelt und entlang des Alpenostrandes über Österreich, Ungarn und Polen hinweg zur Ostsee zieht, entlang einer von Van Bebber als Vb (römisch 5) bezeichneten typischen Zugbahn. Die von dem Tief mitgeführte feuchtwarme Mittelmeerluft verursacht beim Aufgleiten auf die vorhandene Kaltluft meist langanhaltende starke Niederschläge und Überschwemmungen.

Verdunstung

Langsamer Übergang einer Flüssigkeit in den gasförmigen Aggregatzustand. In der Meteorologie ein wesentlicher Teil des Wasserkreislaufes zwischen Meer, Atmosphäre und Festland. In Mitteleuropa beträgt die jährliche Verdunstung etwa 350 bis 500mm und ist damit geringer als die jährliche Niederschlagsmenge von ca. 700 mm (klimatologisch ein sog. humides Gebiet). Das Ausmaß der Verdunstung aus Erdboden, Pflanzen usw. ist abhängig von Oberflächentemperatur, Dampfdruck in der umgebenden Luft, Windgeschwindigkeit und Wassermenge.

Verdunstungsnebel

Ein Phänomen, das häufig bei Annäherung von Warmfronten auftritt: Aus der zuerst in größeren Höhen aufgleitenden Warmluft fällt Schnee bzw. Regen in die darunterliegende, zunächst noch relativ trockene Kaltluft und verdunstet dabei. Durch die Verdunstung kühlt sich die Luft weiter ab, wobei zugleich ihre Feuchte solange zunimmt, bis Wasserdampfsättigung eintritt. Kühlen Schnee oder Regen die Luft weiter ab, kondensiert die überschüssige Feuchte zu Verdunstungsnebel.

Quelle: MeteoData