Wetter-Lexikon: M

Meernebel

Art des Mischungsnebels, bei dem an der Grenze von warmen und kaltem Wasser Nebelbildung erfolgt, wenn die warmfeuchte Luft über dem wärmeren Wasser über das kältere Wasser geführt wird.

Meteorologische Navigation

Flugzeuge fliegen ihr Ziel nicht auf dem kürzesten Weg an, sondern auf der Route mit der kürzesten Flugzeit je nach den vorhergesagten Höhenwindverhältnissen. So werden bei Flügen von Europa nach Amerika die Jet-Stream-Zonen umgangen, weil dort Gegenwinde mit Geschwindigkeiten bis zu 500 km/h auftreten. Umgekehrt lässt sich die Flugzeit wesentlich verkürzen, wenn man mit dem Jet-Stream fliegt, wobei aber Turbulenzzonen vermieden werden sollen. Durch die kurzfristige Vorhersage über den Höhenwind lässt sich nach geeigneter Wahl der Flugfläche und Flugstrecke viel Treibstoff einsparen.

Mistral

Rauher, meist trockener und kalter, aus nördlichen Richtungen wehender Fallwind in Südfrankreich (Rhonetal, Provence), der durch die Düsenwirkung des Rhonetales verstärkt wird und häufig v.a. im Winter und Frühjahr als Sturm auftritt. Entsteht, wenn ein Tief vom Atlantik nach Nordeuropa zieht und an der Rückseite unter steigendem Luftdruck der Kaltluft der Weg nach Süden durch die Alpen und das Zentralmassiv versperrt wird. Als einziger freier Durchgang verbleibt das Tal der Rhone.

Monsun

Großräumige, im Prinzip dem Land- und Seewind ähnliche Luftströmung, die jahreszeitlich in ihrer Richtung wechselt. Auch hier sind Luftdruckunterschiede die Ursache, wobei der Sommermonsun vom kühlen Meer (mit hohem Luftdruck) nach dem wärmeren Land (mit niedrigem Luftdruck) weht, während der Wintermonsun vom kalten Festland nach dem jetzt wärmeren Meer weht. Am bekanntesten ist der indische Sommermonsun, weil er feuchtigkeitsgeladen (vom Meer her) nach dem Land weht und in den indischen Bergländern zu Niederschlägen von meist gewaltigem Ausmaß führt.

Quelle: MeteoData