Wetter-Lexikon: I

Innertropische Konvergenzzone (ITC)

Im Äquatorbereich fließen die Luftströmungen (Passate) in Bodennähe zusammen (konvergieren) und werden dadurch zum Aufsteigen gezwungen, was zu Wolkenbildung und Niederschlag führt. Diese äquatoriale Tiefdruckrinne wandert im Sommer nach Norden und im Winter nach Süden über den Äquator hinaus. In der ITC ist es überwiegend windschwach, es herrschen reichliche Quellwolken und vielfach Gewitter vor; sie wird über den Ozeanen auch Mallungszone (engl. doldrums) genannt.

Inversion

Eine Luftschicht, in der die Temperatur mit der Höhe zunimmt statt abnimmt. Mit der Temperaturumkehr ist auch eine Feuchteabnahme verbunden. Im Winter meist Ursache für die Bildung von Nebel oder Hochnebel. An der Inversion werden Vertikalbewegungen gebremst, sodaß der Austausch der Luft der unteren Schichten mit der Höhenluft verhindert wird. Sie entsteht dadurch, daß die Temperatur in einer mehr oder weniger dicken Schicht infolge absteigender Luftbewegung und dynamischer Erwärmung zunimmt, meist in Hochdruckgebieten. Da die Inversion als Sperrschicht wirkt, sammeln sich unter ihr Staub- und Dunstteilchen, aber auch Abgase.

Islandtief

Quasistationäres, für das Wetter in Mitteleuropa besonders wirksames Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik. Es kann das ganze Jahr über auftreten und bewirkt in Europa Wind, Niederschlag und nur kurzzeitige Aufhellungen, also sehr veränderliches Wetter. Im Bereich südlich von Grönland und bei Island kommt es immer wieder zur Bildung von Tiefdruckgebieten, da kontinentale amerikanische Kaltluft auf den warmen Golfstrom stößt. Ähnliche Bedeutung hat für Nordamerika das Aleutentief über dem Nordpazifik.

Quelle: MeteoData