Wetter-Lexikon: C

Ceilometer

Bezeichnung für einen Wolkenhöhenmesser; dient zur Messung und Registrierung der Höhe der Wolkenuntergrenze durch Bestimmung der Laufzeit eines an der Wolkenbasis reflektierten Licht- oder Radarimpulses.

Celsius-Skala

Die heute weit verbreitete, von dem schwedischen Astronomen Anders Celsius (1701-1744) vorgeschlagene, in 100 Grad geteilte Skala zur Temperaturmessung, wonach der Gefrierpunkt des Wassers bei 0 Grad und der Siedepunkt des Wassers (auf Meeresniveau) bei 100 Grad liegt.

Corioliskraft

Jede Luftbewegung wird auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt. Die Blickrichtung ist jeweils vom Äquator zum Pol. Ursache für die Ablenkung ist die durch die Drehung der Erde verursachte Kraft. Eine weitere Ablenkung erfährt der Wind in den unteren Luftschichten durch die Reibung am Boden. Sie wirkt der Corioliskraft entgegen, verhindert also, daß z.B. der ursprüngliche Südwind am Boden zum Westwind wird.

Cumulonimbus

Gewitterwolke, abgekürzt CB. In der Fliegersprache nach dem internationalen Buchstabieralphabet als Charly Bravo bezeichnet. Besonders gefährlich für die Luftfahrt sind in dichte Wolkenfelder eingelagerte Gewitterwolken (embedded CB), so dass das Durchfliegen solcher Zonen nur mit Bordwetterradar ratsam ist. CB-Wolken erstrecken sich bis 7-12 km (in den Tropen bis 17 km) Höhe, reichen also normalerweise maximal bis zur Tropopause; besonders starke Gewitter können allerdings diese Sperrschicht durchstoßen. Die Gewitterzelle im Reifestadium wird Cumulonimbus calvus genannt; das beginnende Zerfallsstadium hat einen Amboss aus Eiskristallen und wird als Cumulonimbus incus bezeichnet.

Cumulus

Isolierte, dichte und scharf begrenzte Wolken, deren quellende Oberteile durch die thermischen Aufwinde oft wie Blumenkohl aussehen. Die von der Sonne beschienenen Teile sind leuchtend weiß, die Untergrenze ist meist dunkler und genau horizontal (Cumulus- Kondensationsniveau). Die Wassertröpfchen steigen so rasch auf, dass sie sich dabei bis auf -20°C abkühlen ohne zu gefrieren. Dann setzt schlagartig die Eisbildung der Wolke ein. Die beim Kondensieren und der Vereisung freiwerdende Wärmemenge verstärkt den Aufwind. Man unterscheidet: Cumulus humulis und der größeren Cumulus congestus; geht bei entsprechender Labilität in einen Cumulonimbus über.

Cut-off-zyklone

Ein hochreichendes kaltes Tiefdruckgebiet (Höhentief) hat sich aus einem langgestreckten Höhentrog abgeschnürt und befindet sich südlich des Westwindbandes und somit vom Kaltluftreservoir der höheren Breiten abgeschnitten. Seine Verlagerung kann gegenüber dem Westwindband retrograd erfolgen.

Quelle: MeteoData