Junkers Ju 88 - Teil 1: Das Arbeitspferd der Luftwaffe

Ursprünglich als unbewaffneter Schnellbomber geplant, geriet die Ju 88 schon bald zum mittelschweren Horizontal- und Sturzbomber. Und mit 15000 gebauten Exemplaren letztlich auch zu einem der meistgebauten Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs. Von Herbert Ringlstetter

Im November 1935 erhielten die Flugzeugbaufirmen Dornier, Henschel, Messerschmitt, Heinkel und Junkers vom Reichsluftfahrtministerium (RLM) die Ausschreibungsunterlagen für einen zweimotorigen Schnellbomber. Neben dem schweren strategischen viermotorigen Langstreckenbomber, der sich mit den Mustern Do 19 und Ju 89 in der Entwicklung befand, griffen die Luftwaffenplaner ergänzend das Konzept des schnellen leichten Bombers auf. Das dreisitzige Flugzeug sollte möglichst geringe Abmessungen aufweisen und bei einer Reichweite von 2000 km eine militärische Nutzlast von 500 kg mitführen können. Zudem verlangte das RLM eine Dauerhöchstgeschwindigkeit, die zumindest annähernd an die von derzeit in der Entwicklung befindlichen Jagdflugzeugen heranreichen sollte – etwa 450 km/h. Als Steigleistungsvorgabe waren 25 Minuten für das Erreichen von 7000 Meter Höhe ausgeschrieben. An eine Abwehrbewaffnung war zunächst nicht gedacht, der Schnellbomber sollte durch überlegene Geschwindigkeit dem Angreifer entkommen.

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