Halb Spitfire, halb Walrus

Der Entwurf erinnert an die sprichwörtliche »eierlegende Wollmilchsau«: Annähernd schnell wie die Spitfire sollte die Seagull sein und dabei die hervorragenden Langsam- Flugeigenschaften der Walrus aufweisen. Konnte dieses Konzept aufgehen?

Die Supermarine Seagull, zweifelsohne eines der attraktivsten je gebauten Amphibienflugzeuge, wurde vom Hersteller als »Bündelung der Erfahrungen aus Walrus und Spitfire – Seetauglichkeit plus Leistungsfähigkeit« betrachtet. Lediglich zwei Exemplare davon wurden fertiggestellt.

Die Seagull war 1940 ursprünglich als verbessertes Aufklärungs-Amphibienflugzeug für die Flotte gemäß der Air Ministry Specification S.12/40 konzipiert worden. Supermarine kam damit der Forderung nach, ein Nachfolgemuster für die außerordentlich erfolgreichen Walrus und Sea Otter anzubieten, die erstmals 1933 beziehungsweise 1938 flogen.

Das neue Amphibienflugzeug war ursprünglich sowohl als Doppeldecker- als auch als Eindecker-Variante vorgesehen, wobei Erstere eine größere Dienstgipfelhöhe ermöglichte, aber eine geringere Höchstgeschwindigkeit aufwies. Die Entwicklungsabteilung von Supermarine favorisierte jedoch die zweite Lösung, die ihrer Meinung nach die modernere Konzeption eines Marine-Amphibienflugzeugs darstellte.

Die Firma betonte natürlich auch ihre Erfolge sowohl mit ihrer langsamsten als auch mit ihrer schnellsten Maschine, nämlich der Walrus und der Spitfire, und argumentierte, dass ihr neues Flugzeug eine Kombination aus beiden darstellen würde – eine irrwitzige Ansicht!

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Halb Spitfire, halb Walrus - Fotos: Mike Stroud Collection - Text: Nick Stroud
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