Nur bedingt kriegstauglich

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Der gemeinsame Sitzausschnitt blieb erhalten, ebenso wie auch die seitlichen Lamellenkühler, die aber bald einem widerstandsärmeren Kühler im Oberflügel weichen mussten. Ab 1916 erschien die verbesserte LVG C II, mit einem 160-PS-Daimler-D.III, die auch als Nachtbomber eingesetzt wurde. Die ausgelieferte Stückzahl war hoch und das Muster blieb bis 1917 im Einsatz.

Folgemodelle waren die C III, C IV und C V mit laufenden Verbesserungen und Motoren in der 200-PS-Klasse, die allerdings zum Teil nur in einzelnen Versuchsmaschinen flogen. Am bekanntesten war die 1918 eingeführte und wieder in großer Zahl gebaute LVG C VI, die die Deutschen nicht nur als Aufklärer, sondern auch als Artillerieflugzeug einsetzten.

Die LVG C I hatte noch den von der Schulflugzeugtype LVG B übernommenen, gemeinsamen offenen Sitzausschnitt für den vorne sitzenden Piloten und den hinten sitzenden Beobachter.

Fotos einer LVG C I zeigen sehr anschaulich den Arbeitsplatz eines Piloten im August 1915. Solche Bilder sind heute große Raritäten, da das Innenleben eines Flugzeugs damals nur sehr selten fotografiert wurde.

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Nur bedingt kriegstauglich - TEXT und FOTO: Peter W. Cohausz
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