Nur bedingt kriegstauglich

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs waren die eingesetzten Flugzeuge meist noch Typen aus Friedenszeiten, die eine militärische Zusatzausrüstung erhielten. Ein Beispiel dafür ist der Aufklärer LVG C I, der seine Wurzeln noch in einem bewährten Schulflugzeug hat.

Das aus dem Jahr 1912 stammende Schulflugzeug LVG B I, nach seinem Konstrukteur Franz Schneider auch »LVG Schneider« genannt, war ein klassischer zweisitziger Doppeldecker mit einem 100 PS starken Mercedes-Motor.

Fluglehrer und Flugschüler hatten einen gemeinsamen Sitzausschnitt, die Ausrüstung war noch äußerst spartanisch und eine Mittelkufe mit einem kleinen Bugrad sollte helfen, Überschläge zu verhindern. Die B I war die erste serienmäßig gebaute LVG und Grundmuster einer ganzen Reihe von Schulflugzeugen.

Als mit Beginn des Ersten Weltkriegs leistungsfähigere Flugzeuge gefordert waren, entstand 1915 daraus der Aufklärer LVG C I. Dabei glich das Muster zunächst nahezu der B-Variante – man baute lediglich einen stärkeren 150-PS-Benz-Motor und einen Drehring für das MG des Beobachters neu ein.

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Nur bedingt kriegstauglich - TEXT und FOTO: Peter W. Cohausz
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