CAF Fina Airsho’ 2009

Pearl Harbor, die Schlacht um Midway und
Vietnam an einem Tag: Die CAF-Airsho’ bot
kinoreife Warbird-Action am laufenden Band.

Von Othmar Hellinger

Endlich! Der 10. Oktober 2009, ein Samstagmorgen, bricht an. Leichter Nieselregen und Hochnebel, die texanischen Temperaturen haben einen Tiefpunkt erreicht – nur die Vorfreude nicht: Fotoausrüstung einpacken, die obligatorischen Camping­stühle und  Getränkebox gepackt, wetterfest anziehen und los geht es auf Motivsuche auf dem  Airshowgelände in Midland – zum Stelldichein der Warbirds. Denn jedes Jahr treffen sich hier die verschiedenen Wings der Commemorative Air Force (CAF) mit ihren historischen Maschinen aus allen Teilen der USA und teilweise sogar aus anderen Nationen. Die CAF selbst entstand 1957 aus einem Zusammenschluss von fünf Piloten, die sich eine P-51 Mustang kauften. Daraus gründete sich 1961 ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe machte, historische Flugzeuge in flugfähigem Zustand zu erhalten. Zuerst gaben sich die Piloten unter Colonel Lloyd Nolen den Namen Confederate Air Force in Anlehnung an die Südstaatenrebellen. Im Jahre 2002 änderte man ihn in Commemorative Air Force, um den historischen Charakter mehr zu würdigen. Gemeinnützigkeit ist auch heute noch angesagt, deshalb hatte die CAF am Freitag vor dem großen Airshow-Wochenende verschiedene Schulen und Behinderteneinrichtungen aus der Region zum Übungsprogramm auf den Flugplatz eingeladen. Eine sehr schöne Geste der CAF!

Aber zurück zum Samstag. Als Appetizer machten einige Flugzeuge aus dem aktuellen Bestand der USAF und USN Lust auf mehr: F-16, F/A-18, A-10, T-45, B-1B aus Dyess AFB, TX und eine C-17 aus Altus AFB, Oklahoma. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Die wahren Magneten sind schon ein paar Jahre älter. Wie zum Beispiel die größte ausgestellte und auch flugfähige Maschine der CAF: die berühmte B-17G »Sentimental Journey« in wunderbar poliertem Metallfinish. Der Bomber aus dem Jahre 1945 sah zwar keine Kampfeinsätze mehr, flog aber zuerst als »drone director« bei der USAF bis 1959. Danach kam die Flying Fortress nach Davis-Monthan, wurde kurz darauf als überzählig verkauft und zum Löschflugzeug umgebaut. Als die B-17 zu alt für diese Einsätze wurde, kaufte CAF Col. Mike Clark sie 1978 und reihte sie in die Arizona Wing der CAF ein. Die aufwendige Restaurierung dauerte mehrere Jahre und wurde mit einem »Erstflug« in der Konfiguration von 1944 belohnt.

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