Spitfire, Mustang, Corsair

Den Brüdern Achim und Elmar Meier scheint die
Arbeit nicht auszugehen. Zahlreiche Projekte halten sie und ihr Team auf Trab. Wichtiger Auftraggeber ist die Warbirdsammlung »air fighter academy« in Norddeutschland, die gerade im Entstehen ist. Von Matthias Dorst

Ende März am Flugplatz Bremgarten südlich von Freiburg. Es geht geschäftig zu in der Werkstatt der Gebrüder Meier, und neben Fluggerät der Allgemeinen Luftfahrt, die in dem EASA-Betrieb gewartet werden, ziehen natürlich einige Warbirds neugierige Blicke auf sich.

Zum Beispiel die Supermarine Spitfire VS509 (T9), keine Unbekannte, flog sie doch unter der Kennung MJ772 in der Amerikanischen Warbirdszene. Die Spitfire MJ772 wurde mit der Contract No. B981687/39 im Werk »Castle Bromwich« (West Midlands) gebaut und später, im Juli 1950, an Vickers Armstrong Ltd. verkauft. Das »Irish Air Corps« hatte Vickers Armstrong den Auftrag erteilt, Spitfires zum Doppelsitzer als Trainer umzubauen. Die umgebaute MJ772 flog zuerst mit der Vickers Test Serial No.

G-15-172, später erhielt der Trainer die offizielle Seriennummer 159 und wurde 1951 an das Irish Air Corps ausgeliefert und dem »A«-Flight Fighter Squadron zugeordnet. Im Jahre 1960 endete das aktive militärische Leben des Flugzeuges. Nach mehreren Stationen in Großbritannien wurde das Flugzeug in die USA verkauft und dort restauriert. Das mit der amerikanischen Registrierung N8R versehene Flugzeug flog erstmals wieder 1985. Im Jahr 2010 konnte die »air fighter academy GmbH« mit Sitz in Rangsdorf das Flugzeug erwerben.

Seit Dezember 2010 ist das Flugzeug bei MeierMotors zum Wiederaufbau. Der Doppelsitzer wird dort nicht nur zusammengebaut, sondern auch komplett überholt und mit einer deutschen Registrierung versehen. Nach Fertigstellung des Projektes wird die Maschine in Zirchow/Heringsdorf auf der Insel Usedom beheimatet sein.

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Spitfire, Mustang & Corsair (Fotos: Matthias Dorst)
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