»Natter«, »Komet« und Heinkel 100

Dass Replikate mehr sind als »Modellbausätze in groß«, beweist die beeindruckende Sammlung des Planes of Fame Air Museum, in dem auch Nachbauten seltener deutscher Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg zu bestaunen sind.

Im Laufe der Zeit sind jahrelang geflogene Flugzeugtypen aus den unterschiedlichsten Gründen immer seltener geworden, manche existieren überhaupt nicht mehr. Einige in großen Stückzahlen produzierte sind einfach deshalb verschwunden, weil sie durch neuere Modelle abgelöst wurden und keine Rücksicht auf deren spätere historische Bedeutung genommen wurde.

Etwas anders ist es bei Projekten, bei denen lediglich ein einzelnes Versuchsexemplar oder eine begrenzte Anzahl Maschinen gebaut wurden, die dann einfach auf der Strecke blieben.

Will man ein solches verschwundenes oder seltenes Flugzeug fliegen oder ausstellen, ist es am einfachsten, ein Replikat herzustellen. Soll dieses lediglich zur statischen Ausstellung dienen, reicht es oft aus, ein Modell im Maßstab 1:1 so detailgetreu zu bauen, dass es die Öffentlichkeit für gut befindet.

Unter den vielen im Planes of Fame Air Museum in Chino in Kalifornien und in Valle, Arizona, ausgestellten Flugzeugen befinden sich drei Replikate seltener deutscher Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg, die von dem im Ruhestand befindlichen Kunstlehrer George Lucas in Nunda, New York, gebaut wurden.

In den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten hat Lucas in seiner Werkstatt etwa ein halbes Dutzend Replikate seltener Flugzeuge hergestellt und sie verschiedenen Museen gestiftet. Die vorwiegend aus Holz, Masonit, haushaltsüblichen Materialien und einigen Originalteilen hergestellten Replikate entsprechen vom Aussehen her den Originalen.

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»Natter«, »Komet« und Heinkel 100 - Fotos Frank B. Mormillo
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