Die Stalingrad-Heinkel

Gute Filme verlangen aufwendige Requisiten – dies dachten sich wohl auch die Macher des neuesten Stalingrad-Streifens und entwarfen ein höchst authentisches Replikat eines Heinkel-Bombers

Ein weiteres »Wahrzeichen« in Stalingrad war diese Bf 109 © Roger Soupart, Hans Willem van Overbeek
Ein weiteres »Wahrzeichen« in Stalingrad war diese Bf 109
Stalingrad – der schaurige Mythos rund um die Metropole an der Wolga lebt und die lange Reihe der Bücher und Filme wird nun durch eine weitere Produktion ergänzt, die im Winter in die deutschen Kinos kommt. Der unter dem schlichten Titel »Stalingrad « in 3D und auf IMAX gedrehte Film, der zudem mit den neuesten CGI-Effekten arbeitet, erinnert nicht zuletzt dank dieser technischen Möglichkeiten jedoch auf eine noch nie zuvor gezeigte Weise an das dramatische Ringen um die Stadt.

Um größtmögliche Detailtreue zu erzielen, rekonstruierte man einen Teil Stalingrads in der Nähe von St. Petersburg. Ebenso wurden mehrere Objekte, die mit der Schlacht um das heutige Wolgograd in Verbindung gebracht werden, nachgebaut. Dazu gehörten der berühmte Barmaley-Brunnen mit sechs um ein Krokodil tanzenden Kindern und eine Heinkel He 111, die zwischen den Linien abstürzte und von Soldaten beider Seiten als Deckung benutzt wurde.

Als die Schlacht um Stalingrad endete, lag die Stadt in Schutt und Asche, doch die Heinkel hatte »überlebt«. Sie war praktisch zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und wurde 2001 in dem Film »Duell – Enemy at the Gates« durch eine entsprechend bemalte Siebel Si 204 dargestellt.

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Die Stalingrad - Heinkel - TEXT: Roger Soupart
Artikel aus Flugzeug Classic Ausgabe 02/2014. Jetzt abonnieren!
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