T-33A Shooting Star in 1:32 von Czech Model

Ein Jet-Klassiker braucht Nacharbeit. Ein Bericht von Othmar Hellinger und Markus Wunderlich. 

Der Ursprung der T-33 geht bis in das Jahr 1944 zurück, als am 8. Januar der Einsitzer P-80 (F-80) flog.

Im Juni 1948 folgte der Zweisitzer, zuerst als TP-80C bezeichnet, später als T-33At. Der Nickname »Shooting Star« blieb erhalten, aber unter den Piloten bürgerte sich »T-Bird« ein – wegen seiner Tragflächenanordnung.

Zwischen 1956 und 1959 erhielt die bundesdeutsche Luftwaffe 192 T-33A, die zum Teil bis 1976 ihren Dienst versahen. Gebaut wurden etwa 7000 Stück, die in mehr als 30 Luftwaffen rund um den Globus im Einsatz waren.

Die Firma Czech Model, im Vertrieb von Squadron Production, Texas, nahm sich nach der bereits im letzten Jahr erschienenen F-80C des Zweisitzers an. Der recht gut gefertigte Kit füllt eine sehr attraktiv gestaltete Box und wird zu den Kunststoffteilen mit Ätz- und Resinteilen ergänzt. Mit dem großen Decalbogen lassen sich drei Maschinen bauen.

Modellbauer Peter Doll aus Wachenheim nahm sich den Kit vor. Wie bei der F-80C schon aufgefallen ist, sind die Schöpfer des Bausatzes wenig sorgfältig bei der Recherche zum Modell vorgegangen. Dies stellt den ernsthaften Modellbauer vor ein paar Probleme.

Bei einem Modell dieser Größe sind wenigstens separate Ruderflächen und Klappen zu erwarten, um das Modell dynamischer darstellen zu können – nicht so bei Czech Model. Man kann nur auf die Zurüstindustrie hoffen! Des Weiteren hat die Kabinenhaube, wo im Original Hebel, Arretiergestänge und Blindflugvorhang zu finden waren, keinerlei Innenausstattung.

Die Wanne des Kits ist so gestaltet, dass die Schleudersitze viel zu tief positioniert sind, worunter der Gesamteindruck des Modells erheblich leiden würde. So machte sich Doll im Frühjahr 2010 daran, die Zurüstteile der Firma AMS Resin aus den USA zu bekommen.

Eine Geduldsprobe, da die Einmannfirma mit der Produktion aufgrund der überaus großen Nachfrage nicht mehr nachkam und die Teile ständig vergriffen waren. Diese Resinteil-»Aufrüstung« kam aber, bedingt durch Versand- und Zollkosten aus Übersee, fast genauso teuer wie der Bausatz selbst.

Mit viel Akribie versah der Modellbauer seine »T-Bird« nach der entsprechenden Lackierung der roten und schwarzen Flächen mit Alufolie, damit die Maschine auch den naturmetallenen Glanzeffekt bekam – mit großem Erfolg! Die hier dargestellte T-33A des Air Force Communication Services war Anfang der 1960er-Jahre bei einer Sondereinheit der USAF Europe in Wiesbaden stationiert.

Die Decals für das Modell entstanden in seiner eigenen Druckwerkstatt. Mittlerweile bietet der Zubehörmarkt ähnlich reizvolle Decals.

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