Spitfire MK.VB in 1:32 von Hobby Boss/Glow2B

Zum Verwechseln ähnlich von Othmar Hellinger und Peter Lauerbach
Diese Bezeichnung passt vorzüglich zur brandneuen Spitfire Mk.Vb von Hobby Boss/Glow2b. Peter Lauerbach nahm die Herausforderung an: Die ca. 240 Teile auf sieben Gussästen sind sehr fein wiedergegeben und überzeugen neben den tollen Decals und perfekten Oberflächengravuren ausnahmslos!
Nur die Spannweite ist ca. 1,5 Millimeter zu groß, was im Original nur 48 Millimeter ausmachen würde. Leider ist das Rufzeichen für die dargestellte YQ-X (W3458) in Sky Green statt in Medium Sea Gray gedruckt. Die zweite Variante RF-D (EN951) zu bauen, wäre aus der Box unmöglich, da diese Maschine mit einem ROTOL Propellerspinner und anderen Blättern ausgerüstet war. Der Modellbauer entschied sich für die  W3458 aus Eastleigh, die am 11. Juli 1941 ihren Erstflug absolvierte. Er begann mit dem recht ordentlichen Cockpit, wobei er zuerst das Instrument-Panel änderte. Man kann es zwar mit den beigelegten Decals bekleben, was aber weniger her macht, und so schliff Lauerbach das Panel um die Hälfte dünner, bohrte Löcher in Position der Bordinstrumente und hinterlegte das lackierte Teil mit den auf dünnem Sheet aufgebrachten Decals. Die durchgetrockneten Vertiefungen beträufelte er für die vermeintliche Verglasung mit Future. Im Anschluss baute er den Merlin 45 zusammen, lackierte ihn und setzte die beiden Komponenten in die vorlackierten Rumpfhälften, die mit unzähligen Details graviert sind, ein. Der Bau 64 MODELLE Spitfire Mk.Vb verlief reibungslos, nur sollte man die Klarsichtpanels der MG-Abdeckungen auf der Flügeloberseite vorher grundieren, sonst sieht man nicht, wie die Teile einzupassen sind. Die »Spit« erhielt eine Grundierung in Silber 90 (Revell) über alles, damit nach der finalen Lackierung abgeplatzte oder bis aufs Blanke abgetretene Stellen realistisch aussehen. Die Oberseiten folgten in Dark Green/Dark Earth im A-Schema (Humbrol), dann die Unterseiten in Sky Green (XF-14 J.A.Grey von Tamiya). 24 Stunden trocknete alles. Fahrwerk, Radiatoren und Propeller wurden fertiggestellt. Lauerbach entfernte die Tarnfarbe in den Einstiegsbereichen, an der Cowling-Verkleidung, den Schnellverschlüssen und der Flügelvorderkante vorsichtig mit Skalpell und 1200er-Schleifpapier; und siehe da: Der Effekt ist umwerfend. Die exakten Nieten und Panel-Lines wurden mit Gouache-Farben eingelassen, die Decals aufgebracht und mit Mattlack von Revell versiegelt. Fazit: fabelhafter Bausatz, der süchtig macht!

Othmar Hellinger
FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding (www.plastik-modellbau-club-erding.de)
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