Mosquito FB.VI in 1:24 von Airfix/Hornbyglow2b, Teil 1

Die Erwartungen an die »Mossie« waren hoch, wurden aber nicht enttäuscht. 617 gut detaillierte Einzelteile an 18 Gussästen verlockten zum sofortigen Bau, doch ich konnte erst ein Jahr später starten.
Es wartete ein komplexer, 52-seitiger Bauplan in DIN A3 mit 253 Baustufen (entspricht der Papiermenge einer Ausgabe von FLUGZEUG CLASSIC)! Hält man die Baustufen nicht ein, gibt es Verwirrung.

Am besten trennt man die Motor- und Fahrwerksteile voneinander und legt sie in Tupperdosen, die man mit »links« und »rechts« beschriftet. Der Bauplan ist tadellos, aber auch hier sollte man die Seiten der Baustufen markieren. Die Wahl fiel auf eine FB.VI der No. 143 Sqn., Banff Strike Wing, Coastal Command, Banff, Schottland, von 1945.

Alle Mosquitos dieser Squadron waren raketenbewaffnet und wurden gegen Seeziele eingesetzt: Eine Formation von 31 »Mossies« entdeckte unter der Leitung von Sqn. Ldr. Bert Gunnis am 9. April 1945 im Kattegat vor Dänemark die drei deutschen U-Boote U804, U843 und U106. Sie attackierten und versenkten sie binnen Minuten.
Die gelben Propellernaben mit weißem Zentrum sind in Kombination mit den Decals ein toller Farbakzent! Den Anfang machten das Cockpit und das Innenleben der Gun-Bay der Rumpfnase.

Zwei verschiedene Instrument Panels und Cockpit Interiors (FB.VI oder NF.II) liegen bei. Die Bordinstrumente wurden per Tampondruck aufgebracht. Die erste Bauphase erstreckt sich laut Plan bis Stufe 44. Spätestens hier weiß man: Der Farbverbrauch ist hoch!

Nach der Grundierung (Mr. Surfacer 1200 von Gunze) werden große Mengen Cockpit- bzw. Interior Green (78 von Humbrol) benötigt, da fast alles diese Töne erhält. Nach den Farbarbeiten gilt es, die Rumpfhälften zu verkleben, zu verspachteln und zu schleifen, was sich aufgrund der guten Passform in Grenzen hält.

Die Montage der Flügel (ab Stufe 45) ist kniffelig, hier gibt es mehrere Optionen: Es mussten beispielsweise 1,6-Millimeter-Löcher für die Rocket-Rails gebohrt werden, deren Position exakt vorgeprägt ist. Die separaten Querruder können sofort in gewünschter Stellung verklebt oder am Schluss gesteckt werden. Fortsetzung im Märzheft!

Peter Lauerbach / Othmar Hellinger

FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding (www.plastik-modellbau-club-erding.de)
 
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