Mitsubishi A6M2 “Zero”: Tora! Tora! Tora!

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 03/2008: Über 350 Teile, Hightech-Elemente und eine überragende Qualität: Tamiyas Zero Model 21 trumpft auf. Von Othmar Hellinger (PMC Erding).
Die A6M2b ist jetzt »motorisiert« und der Propeller montiert © Othmar Hellinger
Die A6M2b ist jetzt »motorisiert« und der Propeller montiert
Die Mitsubishi A6M2 »Zero« galt zum Zeitpunkt ihres Erscheinens auf dem chinesischenKriegsschauplatz 1940 als eines derfortschrittlichsten einsitzigen und einmotorigenJagdflugzeuge der Welt, obwohl sie eigentlich speziell für den Flugzeugträgereinsatz entwickelt wurde. Die verantwortlichen US-Militärs ignorierten dieses sehr effiziente Flugzeug – ein großerIrrtum, wie sich später herausstellte. Die erste große Trägerverwendung kam mit dem Jahre 1941, als die Vorbereitungen zum Angriff auf die Pazifikflotte der Amerikaner in Hawaii getroffen wurden. Durch die starke Bewaffnung mit zwei 20 mm Kanonen und zwei 7,72 mm Maschinengewehren und die äußerst große Reichweite zeigte sich die Zero ideal für den pazifischen Raum. Die Japaner produzierten über 10 000 A6M der unterschiedlichsten Varianten über die gesamte Kriegszeit hindurch.

Nummernfolge einhalten

Der japanische Hersteller Tamiya nimmt sich nach der Variante A6M5 auch der A6M2b mit sieben Markierungen der Pearl Harbor Trägerflotte an. Der in vielen Teilen neu gestaltete Hightech-Modellbausatz besticht durch seine sauber gespritzten Teile in den zahlreichen Gussrahmen. Für das mit vielen Funktionen ausgestatte Modell liefert Tamiya Ätz- und Metallteile, Federn, Gummireifen und vieles mehr. Der Decalbogen beinhaltet sehr gut gestaltete Abzeichen, Markierungen und Hinweise in japanischen Schriftzeichen. Aufgrund der Komplexität des Modells ist es angeraten, die Bauanleitung genau zu befolgen, dann dürfte für den erfahrenen Modellbauer dieser Kit kein Problem darstellen. Beim Zusammenbau der Teile sollte man unbedingt die Nummernfolge der Teile gemäß der Anleitung einhalten, da auf den Spritzlingen viele für den Bau nicht benötigte Teile vorhanden sind. Spachtelmasse? Kann man getrost beiseite lassen. Die Rumpfinnenseiten (außer Cockpit), Fahrwerkschächte, Innenseiten der Landeklappen, des Motors und der Fahrwerksverkleidungen werden mit der etwas ungewöhnlichen Farbe »Aotake« – metallisch blau-grün – lackiert. Die gesamten anderen Farbangaben machen keine Schwierigkeiten.

Sorgfalt ist bei den beweglichen Bauteilen der A6M2b angebracht. Beliebige Ruderausschläge sowie Landeklappenstellungen können dargestellt werden. Die Funktionsweise des Fahrwerks hat Tamiya sehr gut umgesetzt, ist aber vorsichtig zu verwenden. Das ganze Modell wird mit der Tamiya-Farbe XF-14 J.A. Grey und die Motorhaube schwarz gespritzt. Alles bekommt noch einen Glanzlacküberzug, damit die Abziehbilder gut haften können, ohne irgendwelche Lufteinschlüsse zu hinterlassen. Danach nochmals Glanzlack drüber und fast ist die Zero fertig! Komponenten wie Fahrwerk, Propeller, Motorhaube und Kanzelteile fügt man noch an, und eine fabrikneue Mitsubishi A6M2b steht vor einem. Auf Alterungsspuren wird hier bewusst verzichtet, da die Flugzeuge in dieser Zeit hochglänzend aus der Fabrikation kamen und bis zum Hawaii-Einsatz besonders gut gepflegt wurden. Das Modell stellt die Maschine von Naval Air Pilot 1/C Akira Yamamoto der ersten Angriffswelle auf Pearl Harbor im Dezember 1941 dar, der auf dem Flugzeugträger KAGA stationiert war.

A6M2B Zero von Tamiya in 1:32

Kit: 60317
Maßstab: 1:32
Hersteller: Tamiya/Dickie-Tamiya
Preis: UVP 125,00 €
Kommentar: High-Tech Plastik-Spritzgussbausatz, ca. 350 Teile, Ätzplatine und sieben Decal-Varianten Angriff auf Pearl Harbor 1941
Plus: Sehr gute Oberflächenstruktur und Detaillierung, äußerst passgenau, bewegliche Ruder und Flaps, sowie federndes Einziehfahrwerk, abnehmbare Motorverkleidung, sehr detailliertes Cockpit mit Pilotenfigur
Minus: Fehlende Motorverkabelung, einige bruchgefährdete Kleinteile
Othmar Hellinger
Artikel aus Flugzeug Classic Ausgabe 03/2011. Jetzt abonnieren!
Weitere Themen aus dieser Rubrik

Zwei Meilensteine in der Nurflügeltechnologie

Mit der X/YB-49 »Flying Wing« schließt sich der Kreis der beiden Nurflügelbomberprojekte aus dem Hause Italeri. Im vergangenen Jahr erschien bereits als Wiederauflage... mehr >

Yak-3 in 1:48 von Eduard Weekend Edition

Die Firma Eduard aus Tschechien brachte Ende 2008 die Yak-3 in der Weekend Edition auf den Markt. mehr >

T-33A IN 1:32 VON CZECH MODEL

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 09/2010: Jet-Schönheit der 1950er. Von Othmar Hellinger (PMC Erding). mehr >

Das könnte Sie auch interessieren