Junkers Ju 88 A-4 in 1:72 von Revell

Im November 2011 erschien Revells Junkers Ju 88. Wir waren gespannt und wurden nicht enttäuscht! Die 140 Bauteile sind sehr gut gefertigt und besitzen feine Oberflächengravuren.
Ein übersichtlicher Bauplan und tolle Abziehbilder ergänzen den Kit. Wer die Ju 88 A-1 in 1:32 von Revell bereits hat, erkennt die Verwandtschaft: Viele Teile gleichen sich. Gabriel Kustermann nahm die Herausforderung an. Die Bauteile der Cockpitsektion sind ein Augenschmaus, dafür lassen die Teile von Fahrwerk, Sturzflugbremsen bzw. Kraftstoffschnellablass Details vermissen.

Die Hauptbauteile passen perfekt. In der Kanzel fügte der Allgäuer noch Sitzgurte hinzu. Nur bei Bauteil 147 (Gurtkasten für das MG) gibt es keinen Hinweis, wo es hingehört. Alle weiteren Bauabschnitte sind für den geübten Modellbauer leicht zu bewältigen. Man darf nicht vergessen, die Löcher für die Bombenschlösser und die Sturzflugbremsen zu bohren. Beim Zusammenbau der Tragflächen, hier besonders der A-4-Spitzen, ist ein wenig Nacharbeit erforderlich, da die Profile nicht ganz mit dem der Flügelenden übereinstimmen. Die Sturzflugbremsen haben am wenigsten Detail, Kustermann fertigte sie selbst an.

Das Farbkleid besteht aus Valejo-Air- und Revell-Aqua-Farben: Die Ju 88 A-4 trägt die Lackierung einer Maschine des LG 1, das im Mittelmeerraum und in Nordafrika eingesetzt war. Die Unterseiten erstrahlen in RLM 65 Hellblau, die Oberseiten in RLM 79 Sandbraun mit RLM 71. Darauf kam nach dem Trocknen noch Glänzer (Future), damit die Decals richtig haften. Die Abschlussschicht besteht aus Mattlack und leichten Alterungsspuren aus Tamiya Weathering Sets bzw. Trockenmalen.

Ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis! Und Spaß gemacht hat es auch. Die Ju 88 ist mit Figuren von Preiser und einem Opel Blitz von Academy gekonnt in Szene gesetzt. Der Untergrund besteht aus einer Spanplatte, die mit feinem Quarzsand belegt wurde.


Von Othmar Hellinger

FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding

Modell und Fotos: Gabriel Kustermann
 
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