JUNKERS JU 188E IN 1:72 VON HASEGAWA

Nach zwei Teilen über die Ju 188 in unserer Reihe Typengeschichte (siehe FLUGZEUG CLASSIC 01 & 02/2011) stieg die Neugier auf den neuen Bausatz von Hasegawa (im Vertrieb der Faller GmbH). Ein erster Blick in die Schachtel:
157 graue Teile ohne Gussgrate, feine Oberflächengravuren und eine glasklare Cockpitkanzel – das macht schon mal Laune. Die Inneneinrichtung ist ausreichend und kann je nach Geschmack weiter verfeinert werden.
Drei Maschinen der ehemaligen deutschen Luftwaffe sind mit den beigelegten Decals möglich. Gabriel Kustermann entschied sich, ein Flugzeug des Kampfgeschwaders KG 66 zu bauen, wie es Anfang 1945 im Einsatz war. Im ersten Schritt löste Kustermann alle Hauptbaugruppen von den Ästen und prüfte
die Trockenanpassung, die zuerst recht gut verlief. Der Zusammenbau des Cockpits gestaltete sich bei ausreichender Detaillierung unproblematisch, schließlich lässt sich in diesem Maßstab vieles mit ein wenig Farbe aufwerten. Nach dem Zusammenbau der Tragflächenhälften und dem Anstecken der Außenflügel ergab sich dann doch die erste Passungenauigkeit. Profil und Hohlkehle des Außenflügels passten nicht zusammen und somit die Querruder nicht in die Aussparungen im Flügelansatz. Es half nichts, es musste angepasst, verschliffen und neu graviert werden. Das weitere Zusammenfügen ist problemlos.
Die Grundierung offenbarte sogenannte Sinkholes vor den Querrudern, die verspachtelt und verschliffen wurden. Das Flugzeug bekam eine Airbrush-Lackierung, auf der Oberseite mit Valejo RLM 76 und auf der Unterseite schwarz. Die Sprenkeltarnung in RLM 70 brachte Kustermann aber mit dem Pinsel auf, da die etwas eckige Form nicht mit der Spritzpistole realisierbar ist. Die Decals ließen sich sehr gut anbringen, und dann gab es noch einen farblosen Mattlacküberzug. Fazit: ein wunderschön zu bauendes Modell mit kleinen Macken.
OTHMAR HELLINGER
(FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding (www.plastik-modellbau-club-erding.de)
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