Focke-Wulf Ta 152 H-1 in 1:32 von Zoukai-Mura, Teil 1

Kein Zweifel, die Ta 152 war eines der besten Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs. Diese anerkennende Einschätzung kann die mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Ta 152 H-1 von Zoukai-Mura nicht wirklich erfüllen.
Die Spannung hinsichtlich des Erscheinens diese Kits war groß und die Erinnerung an das fertige Modell, zu sehen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg, machte euphorisch. Sah ja mal so richtig schick aus und ließ durch ihr Erscheinungsbild keine Schwierigkeiten vermuten.

Das war auch bei Betrachtung der in Silber, Schwarz und Grau gespritzten Gussäste im Retro-Look noch so, wobei die doch etwas zu grob geratenen Oberflächengravuren für erstes, leichtes Unbehagen bei mir sorgten.

Die perfekten Teile des Motors hingegen sind traumhaft schön und versöhnten mich gleich wieder mit dem Kit. Er ist ja letztendlich nach dem Abnehmen der Cowling in seiner ganzen Pracht einsehbar und ohne Zweifel das Highlight des Bausatzes.

Die Decals sind präzise gedruckt und mit ihren Stencils, Balkenkreuzen, Ziffern in vier Farben und vielem anderem mehr als üppig ausgestattet. Nur eben wieder die üblichen Fehler wie beispielsweise »Federbeinsolldrück«. Ansonsten untadelig.

Auch die Glasteile bieten keinen Anlass zur Kritik. Verzugsfrei und ohne Schlieren ist ein ungetrübter Einblick ins (geschlossene) Cockpit möglich. Die Decals für das Instrumentenbrett und die Seitenkonsolen sind erstklassig und uneingeschränkt zu empfehlen. Bemerkenswert ist auch der Bauplan, der keinerlei Unklarheiten aufkommen lässt, obwohl er streckenweise etwas überkonstruiert scheint.

Nun kann man aus dem Bausatz entweder ein Schaumodell mit nur einer Rumpfhälfte und entsprechendem Innenleben wie z. B. Sauerstoffanlage, der FT-Anlage für das FuG 16 ZY, der Jäger-Kurs-Steuerung LGW K 23 und so weiter bauen.

Das kam für mich nicht infrage. Ich entschied mich für die geschlossene Variante, wo nur noch der 85-Liter-GM-1-Tank ein kleines Stück durch die Fahrwerkschächte sichtbar war. Wie es weitergeht, lesen Sie im nächsten Heft.

Von Peter Lauerbach/Othmar Hellinger FLUGZEUG CLASSIC
Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding
Weitere Themen aus dieser Rubrik

Zwei Meilensteine in der Nurflügeltechnologie

Mit der X/YB-49 »Flying Wing« schließt sich der Kreis der beiden Nurflügelbomberprojekte aus dem Hause Italeri. Im vergangenen Jahr erschien bereits als Wiederauflage... mehr >

Yak-3 in 1:48 von Eduard Weekend Edition

Die Firma Eduard aus Tschechien brachte Ende 2008 die Yak-3 in der Weekend Edition auf den Markt. mehr >

T-33A IN 1:32 VON CZECH MODEL

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 09/2010: Jet-Schönheit der 1950er. Von Othmar Hellinger (PMC Erding). mehr >

Das könnte Sie auch interessieren