De Schelde S-21 von RS Models in 1:72

Die Entwicklung des ungewöhnlichen Jägers begann Ende 1939 in den Niederlanden. Von Othmar Hellinger
Der Prototyp war bis Mai 1940 fast fertiggestellt und wurde beim Einmarsch der deutschen Truppen nach Deutschland überführt. Das war das Ende des Druckpropellerflugzeuges, das mit einem DB 600Ga mit 772 Kilowatt motorisiert werden sollte.
Die tschechische Firma RS Models brachte den Kit Ende vergangenen Jahres auf den Markt. Der Short-Run-Bausatz besteht aus 31 Teilen, sauber gefertigt und mit feinen Gravuren. Leider ist die Kanzel etwas zu dick und die Streben sind grob dargestellt. Der Bau geht aufgrund der überschaubaren Anzahl der Bauteile recht zügig voran. Beim Cockpit ließ Georg Buchner seine Fantasie walten, da es nur wenige Bilder von diesem Flugzeug gibt. Im Bug sollte jedoch unbedingt ein Bleigewicht platziert werden, sonst kippt das Modell. Als MG dienten dem Modellbauer Injektionsnadeln, für die Übergänge von Rumpf zu Tragflächen wurde Wachsspachtel von Roi-Ro verwendet (überflüssiges Wachs kann man mit einem Stück Plastiksheet abziehen, den Rest erledigt 1500er-Schleifvlies). Die Kanzelstreben entstanden aus Klebeband, das vorab lackiert wurde. Die Farbgebung des Kits ist fiktiv, etwas farbschwach sind die Decals, aber noch zu gebrauchen.  

Othmar Hellinger
FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding (www.plastik-modellbau-club-erding.de)
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