DC-3: Ein Klassiker auch in der Modellwelt

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 12/2010: In der Modellwelt wurde die DC-3 von Firmen wie Faller, Revell, Monogram, Airfix oder Hasegawa sehr bald als Miniaturausgabe herausgebracht: Vorgestellt von Othmar Hellinger (PMC Erding).

Mit den Jahren folgten unterschiedliche Varianten sowohl zivil als auch militärisch in allen gängigen Maßstäben und vor allem Bemalungsschemen.
Das 50. und auch 60. Jubiläum der Berliner Luftbrücke nutzten alle namhaften Hersteller, um ein Modell in der damaligen Farbgebung auf den Markt zu bringen:
Airfix in 1:72 mit einer britischen Variante und Revell/Monogram in 1:48 und 1:72 mit einer amerikanischen C-47 in der Farbgebung eines Rosinenbombers. Mittlerweile ist die Douglas in den Maßstäben 1:200, 1:144, 1:90, 1:72 und 1:48 als Plastikbausatz und als Kartonmodell in 1:50 und 1:33 auf dem Modellmarkt.

Peter Doll aus Wachenheim schuf aus dem Monogram-Kit eine C-47 in 1:48 des Air Force Communications Service, die sehr farbenfroh lackiert und mit Alufolie versehen ist.
Die DC-3 der TWA stammte aus den Händen von Thomas Wimmer aus Petershausen, der das 1:72er-Modell von Italeri ebenfalls mit Alufolie beklebte – eine aufwendige Methode, die sich jedoch auszahlt. Die Decals der TWA kamen damals von der Firma Esci.

Auch aus der Werkstatt dieses Modellbauers kommt die DC-3 der Eastern Airlines mit rotem Adler am Seitenleitwerk und blauer Seitenflosse. Wimmer stellte die selbst gefertigte Einstiegstür offen da. Beim Bau einer Zivilmaschine ist aber laut Aussage des Modellbauers Vorsicht geboten, da sich die Flugzeuge im Original in vielen Kleinigkeiten wie Astrodom, Antenne oder der Positionierung der Einstiegstür unterschieden hätten. So ist es am vernünftigsten, man sucht sich ein Original aus und baut dieses.

Im Kleid der Bundesluftwaffe stellt sich die C-47 als sogenannter NASARR-Trainer mit nachträglich angebauter Starfighternase dar. Die Maschine wurde in den 1960er-und 1970er-Jahren zur Ausbildung von F-104-Piloten am neuen Navigations- und Feuerleitgerät bei der 4.FmL/VSuRgt 61 eingesetzt. Den Umbausatz aus Resin mit Nase und diversen Antennen hat der Autor vor über 25 Jahren auf den Markt gebracht, und dies war seine Mustermaschine. Der Basiskit kam von Revell in 1:72 in Bundeswehrausführung.

Othmar Hellinger
FLUGZEUG CLASSIC Autor Othmar Hellinger ist Miglied des Plastik-Modellbau-Clubs Erding (www.plastik-modellbau-club-erding.de)
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