Casa 2.111 B: Museums-Modell

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 06/2008: Das Original wird seit mehreren Jahren in der Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums aufwendig restauriert. Von Othmar Hellinger.
Wenn ich mal groß bin: Die CASA 2.111 B vor dem Original in der Flugwerft Schleißheim (Foto: Othmar Hellinger) © Othmar Hellinger
Wenn ich mal groß bin: Die CASA 2.111 B vor dem Original in der Flugwerft Schleißheim
Den Umbau zur spanischen CASA 2.111 B bewerkstelligte vor einigen Jahren der Museumsmitarbeiter Christian Piepenburg, indem er sich den Bausatz der Heinkel He 111 H-4/H-6 von Revell/Monogram und die Avro Lancaster B.III von Tamiya im Maßstab 1:48 als Grundlage besorgte.

Gemäß Anleitung der He 111 baute er Rumpf, Tragflächen ohne Motoren und Leitwerk zusammen, wobei er die Halbkugel der Bugkanzel vom Revell-Kit nicht übernahm. Diese ist durch eine wesentlich flachere, in Eigenregie tief gezogene, ersetzt worden. Somit konnte die schwerere Bugbewaffnung aufgenommen werden. Die zusätzliche Abdeckung auf dem Rumpfrücken für die Abwehrbewaffnung zur bereits vorhandenen Originalabdeckung der He 111 musste auch in Scratchbauweise gefertigt werden. Vom Lancaster-Bausatz nahm Piepenburg die beiden äußeren Motoren, die an die Aufnahmepunkte der He 111-Tragfläche angepasst wurden. Diese Arbeiten erforderten viel Spachtel- und Schleifeinsatz, der sich aber letztlich gelohnt hat. Kleinteile wie Kühlerschachtausgang, Vergaseransaughutzen und Flammenvernichter der Auspuffanlage bildete er selber nach. Der Durchmesser der Lancaster-Propeller ist auf 70 Millimeter verringert worden. Nun noch die Antennenanlage und die entsprechende Lackierung, fertig ist das Modell der CASA 2.111.B des Museums.
Othmar Hellinger
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