Bloch 152 C.1 in 1:32 von Azur

Der Modellbautipp aus FLUGZEUG CLASSIC 06/2010: Sind Sie inspiriert von unserer Serie über den Westfeldzug und auf der Suche nach einem passenden Modell? Bitteschön: Othmar Hellinger stellt Ihnen hier das Modell der Bloch 152 C.1 in 1:32 vor

Azur, das vergangenes Jahr auf den Markt kam, bietet sich geradezu an. Andreas Höhne aus Northeim nahm sich den beeindruckenden Kit vor. Der Karton zeigt sich gut gefüllt mit Bauteilen, darunter auch Resin- und Ätzteile sowie tolle Decals für drei französische Flugzeuge.

Der Kunststoff fühlt sich etwas weich an, im ersten Moment ist das gewöhnungsbedürftig, aber mit fortschreitendem Bau bekommt man ein Gefühl dafür. Das Cockpit ist hervorragend ausgestattet mit einem Instrumentenbrett, das man sehr gut bemalen kann, mit einem Pilotensitz, der sich mit den Ätzteilgurten wunderbar aufwerten lässt, von den vielen Kleinteilen ganz zu schweigen.

Beim Zusammen- und Anbau der Tragflächen benötigt man fast keine Spachtelmasse und somit geht es flott voran. Der Motor aus Resin entpuppt sich mit entsprechender Bemalung als wahres Prachtstück; schade, dass man ihn nach dem Einbau fast nicht mehr sehen kann. Der Fahrwerksbereich des Franzosen machte etwas Probleme, da die einzuklebenden Spanten nach Bauanleitung das Einziehfahrwerk behindern würden.

Somit wurden diese anders herum eingeklebt, was mehr Sinn machte. Andreas Höhne konnte wegen fehlender Detailfotos hier nicht exakt arbeiten. Das Visier vor der Frontscheibe erwies sich als sehr diffiziles Bauteil, das erst nach mehreren Anläufen angebracht war. Das Staurohr an der rechten Flügelvorderkante ergänzte der Modellbauer durch gezogenes Plastik vom Gussast, da es im Bausatz fehlt.

Die hauchdünnen Decals ließen sich, nachdem der Flieger auf Hochglanz  lackiert wurde,  sehr gut aufbringen. Danach nur noch eine Mattlackschicht, und fertig ist ein ansprechender Franzose, der sich in jeder Sammlung gut macht. Das Modell stellt eine Bloch 152 C.1, No. 528 der GC 1/8, dar, die auf dem Flugplatz Clays-Souilly, östlich von Paris, im Juni 1940 stationiert war.    

Othmar Hellinge
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