ILA 2008

Erst der sensationelle Formationsflug einer »109« und »262« der Messerschmitt Stiftung, dann die Bruchlandung der »Schwarzen 2« – die diesjährige ILA begann mit einer Hiobsbotschaft. Dass dann doch nicht alles so schlimm war, wie befürchtet, sorgte neben einem gelungenen Airshowprogramm für ein positives Messe-Resümee. Von Andreas Zeitler

Manchmal scheinen sich Träume in Rauch aufzulösen. Oder besser gesagt, in Staub. Denn Staub vom brandenburgischen Sandboden verhüllte für einen gnädigen Moment das, was eingefleischten Me 109-Fans schier das Herz gebrochen haben muss: die Bruchlandung der »109« G-10 während der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin-Schönefeld. Tausenden Zuschauern stockte der Atem, als »109«-Bändiger Walter Eichhorn nach einer beeindruckenden Vorführung die »Schwarze 2« souverän auf die Landebahn setzte – denn als weniger souverän erwies sich das rechte Fahrwerk, das beim Ausrollen kollabierte. Sogleich brach die Maschine aus und kam – mächtig Staub aufwirbelnd – im Grünstreifen neben der Runway zum Stehen. Vom hysterischen Jaulen der Feuerwehr-Sirenen zeigte sich Eichhorn unbeeindruckt, die ruhige und gelassene Art, mit der er aus der havarierten Maschine stieg, ließ die sehnsüchtige Hoffnung aufkeimen, dass die »109« mit einem blauen Auge davongekommen sein könnte.

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ILA 2008 in Berlin
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