Curtiss SB2C Helldiver der CAF

Wie in aller Welt kommt ein Flugzeug eigentlich
zu den recht unrühmlichen Bezeichnungen
wie »Biest« oder »Hurensohn zweiter Klasse«? Denn die »Helldiver« war wirklich alles andere
als eine nicht ernst zu nehmende Maschine.

 Bezeichnung hin oder her: US-Piloten sind nicht gerade zimperlich, wenn ihr fliegender Arbeitsplatz sich durch ein allzu kompliziertes Handling auszeichnet. Dann sind Spitznamen wie
»Beast« (»Biest«) schnell gefunden. Doch was ist wirklich dran? Immerhin konnte die SB2C Helldiver – so wurde sie von der US-Navy offiziell genannt – mit mehr Schnelligkeit und höherer Waffenladung gegenüber ihrer Vorgängerin, der Douglas SBD Dauntless, aufwarten. Die Helldiver war ein moderner Nachfolger für den Aufklärer und Sturzbomber. Und platzsparend obendrein: Weil sie über faltbare Flügel verfügte, konnten Flugzeugträger doppelt so viele dieser größeren und schwereren Maschinen transportieren.

Wie man sieht, sprachen zumindest ein Paar Punkte für die SB2C; sollte sie nun die Chance haben, ihre Ehre und den zweifelhaften Ruf zu retten? Blicken wir dazu auf die Anfänge zurück. Am 15. Mai 1939 wurde der Prototyp SB2C in Auftrag gegeben. Nach der Curtiss F8C und SBC der dritte Sturzbomber der US-Navy, der den Namen Helldiver trug. Während dieser Zeit lief die Produktion des Doppeldeckers SBC Helldiver noch auf vollen Touren. Und wer genau hinschaut, erkennt, dass sich Rumpf und Leitwerkflächen der SB2C Helldiver und des SBC-Doppel­deckers stark ähneln.

Am 18. Dezember 1940 startete der Prototyp XSB2C-1 zum Erstflug. Ein 1700 PS starker Sternmotor vom Typ Wright R-2600-8 mit Dreiblattpropeller trieb die Maschine an. Doch nur wenige Tage später das Desaster: Beim Abfangen aus dem Sturzflug versagten die rechte Tragfläche sowie das Leitwerk. Zwar war die Produktion der Helldiver schon am 29. November 1940, also vor dem Erst­flug des Prototyps, in Auftrag gegeben worden; allerdings zögerten viele Än­derungen den Start des ersten Serien­flugzeugs der Reihe SB2C-1 bis zum Juni 1942 hinaus.

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