Curtiss P-36A Hawk: Einsamer Adler

Die P-36 Hawk lief einst über 1000 Mal vom Band – heute fliegt nur noch eine einzige Maschine. Der kraftvolle Kolbenjäger stand im Schatten der weiterentwickelten Curtiss P-40, aber das muss noch lange nichts heißen: Um ein Haar wäre auch Fliegerass Werner Mölders an ihr gescheitert. Die wechselhafte Geschichte eines einsamen Adlers

Am 7. Juli 1937 schickte Flugzeugbauer Curtiss einen einsitzigen Jäger für das US Army Air Corps in die Serienproduktion, der sich vor seinen Zeitgenossen wie Messerschmitt Bf 109, Hawker Hurricane und Supermarine Spitfire nicht zu verstecken brauchte: Die Curtiss Hawk Model 75 war technisch auf dem neuesten Stand. Vergessen war das Vergleichsfliegen vom April 1936, als der ursprüngliche Hawk 75-Prototyp – damals noch mit dem Wright XR-1820-29-Sternmotor mit 862 PS Leistung – der konkurrierenden Seversky P-35 unterlegen war. Doch Curtiss hatte das Glück auf seiner Seite und erhielt dennoch im Juli 1936 den Zuschlag für die Lieferung von drei Jäger-Prototypen unter der Bezeichnung YIP-36. Ihnen verlieh der 1065 PS starke Sternmotor Pratt & Whitney R-1830-13 Twin Wasp gleich satte 200 PS mehr. Eine Investition, die sich für Curtiss wirklich gelohnt hatte, denn die erfolgreiche Versuchsreihe auf Wright Field mündete in eine Bestellung von 210 Jägern unter der Typenbezeichnung P-36A. Das war der größte Auftrag für ein US-Militärflugzeug seit dem Ersten Weltkrieg!

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Curtiss P-36A Hawk
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