Elly Beinhorn - Der Film

Endlich hat sich das Fernsehen der deutschen Aviatrix Elly Beinhorn angenommen – jenseits freundlich gemeinter Doku-Formate! Im vergangenen Herbst wurde der längst überfällige Spielfilm gedreht, unter Verwendung einiger echt fliegender Klassiker

Die echte Beinhorn im Taifun-Cockpit. Nur bei ihren Fernflügen wurde beim Film getrickst © Sammlung Bartmann
Die echte Beinhorn im Taifun-Cockpit. Nur bei ihren Fernflügen wurde beim Film getrickst
Berlin, 1. Oktober 2013. Drehbeginn von »Alleinflug – Elly Beinhorn«, so der vorläufige Arbeitstitel, eine Produktion der umtriebigen Film- und Fernsehschmiede UFA-FICTION. Dabei ist die Beinhorn-Story keineswegs fiktiv. Am 30. März sendete das ZDF dieses mit großem Aufwand gedrehte Biopic, das sich die aufregendste Dekade in Elly Beinhorns hundertjährigem Leben vorgenommen hat – nämlich die Jahre zwischen 1928 und 1939.

Eine »Eventproduktion«, so nennt man das heute … Man kann einige Etiketten an Elly Beinhorn hängen: Abenteuerin, Fliegerlegende und Ikone emanzipierter Frauen – heute wie einst, als das NS-Regime die Frauen lieber am Herd sah als im Cockpit.

Ihre Laufbahn begann Ende der quirligen 1920er-Jahre, als die Weimarer Republik schon wackelte, aber die Freiräume noch weit genug gesteckt waren. Als 22-jährige Flugschülerin im bitterkalten Winter 1928/29 in Berlin-Staaken hat sie mit eigenem Geld ihren Pilotentraum verwirklicht.

Bekanntlich führte sie dieser Weg bis nach Afrika und weit darüber hinaus, letztlich bis um die Welt. Sie war mit Ernst Udet und Marga von Etzdorf befreundet und mit dem Rennfahrer Bernd Rosemeyer verheiratet. Später hat Beinhorn ihre kurze erste Ehe als die »schönsten und tiefsten Jahre ihres Lebens« bezeichnet. Ein Stoff, wie geschaffen fürs ZDF-»Herzkino«.

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TEXT: Stefan Bartmann FOTO: Sammlung Bartmann
Artikel aus Flugzeug Classic Ausgabe 03/2014. Jetzt abonnieren!
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