100 Jahre ILA in Berlin-Schönefeld

Sandstürme, eng gesteckte Slots und keine Grasbahn: Das Beste aus 100 Jahren ILA wurde feierlich in Berlin zelebriert, so gut es eben ging...
Text: A. Zeitler

100 Jahre ILA - die diesjährige »Berlin Air Show« stand unter Zugzwang. Nachdem vergangenes Jahr am 17. Juli die erstmals 1909 in Frankfurt am Main veranstaltete »Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung«, kurz ILA, per Festakt offiziell gefeiert wurde, sollte nun die älteste Luftfahrtmesse der Welt auch in der Luft entsprechend gewürdigt werden.

Weil allerdings nicht aus jedem enzelnen der vergangenen 100 Jahre ein Fluggerät aufzutreiben war, beschloss der Direktor das Flugprogramms, Wolfram »Conny« Cornelius, »zumindest aus jeder Dekade mindestens einen Typ nach Berlin zu holen«. Und so fand man, gruppiert in einer Halle, enen Wright Flyer III des Kindernay Flying Cirus aus Tschechien und Michael Carlsons Thulin A als Vertreter aus der Zeit der ersten ILA oder den Harlan Eindecker und Fokker Dr.I als Vertreter für die Epoche von 1910 bis 1919.

In der Ausstellung fanden sich noch weitere Oldtimer- und Segelflugzeuge, die allerdings nur am Boden zu bestaunen waren.
»Diese konnten nicht am Flugprogramm teilnehmen, da wir in diesem Jahr keine Grasbahn zur Verfügung haben«, bedauerte Cornelius.

Die zur Verfügung stehende Piste war der Knackpunkt: Denn mit nur einer nutzbarn Bahn und einem bereits merklich gestiegenen Flugaufkommen waren die Zeitfenster für die Flugvorführungen der Messe eng gesteckt. »Trotz der Limitierungen durch den Flughafen versuchten wir, die Zuschauer mit dem, was wir können, zu begeistern. wir wollen dem Zuschauer schließlich Attraktivität und Luftfahrtunterhaltung bieten und gleichzeitig die Technologiefortschritte vermitteln«, versprach Cornelius - und hielt Wort.

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